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Saint Emilion Grand Cru aus dem Bordeaux

Veröffentlicht am Dienstag, 8. Januar 2013 // Rotwein

Das französische Weinbaugebiet Bordelais, besser bekannt als Bordeaux, ist das weltweit größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt für Qualitätswein. Auf mehr als 3.000 Weingütern werden hier die weltberühmten Weine erzeugt. Die Weingüter werden als Château bezeichnet und bestimmen im Bordeaux die Qualität der Rotweine mehr, als die einzelnen Anbaulagen. In der französischen Gemeinde Saint Emilion ist die Königsklasse des Bordeaux zu finden. Es ist eines der bekanntesten Weinanbaugebiete weltweit. Die besten Appellationen befinden sich westlich des Flusses Dordogne. Bereits die Römer brachten einst den Anbau von Reben in diese Region, welche längst von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt worden ist.

Ein mittelalterliches Städtchen als Heimat für Spitzenweine

Die mittelalterliche Stadt Saint Emilion weist nicht mehr als 2.000 Einwohner auf. Sie befindet sich 35 Kilometer östlich von Bordeaux. An Berühmtheit gewannen die dort produzierten Weine bereits im 4. Jahrhundert nach Christus. Der römische Poet Ausonius bezog damals eine Villa in der Region und besang die fabelhafte Qualität dieser Weine. Heute gibt es rund um das Städtchen großflächige Rebflächen, welche eine Gesamtgröße von 5.200 Hektar aufweisen. Bewirtschaftet wird sie von 1.000 Winzern. Wo die Reben angebaut werden, wirkt sich entscheidend auf den Wein aus. Das Terroir ist nicht einheitlich. Die Rebflächen direkt um den Ort befinden sich auf einem Kalkplateau, was den Weinen besonders viel Aussagekraft und Bouquet verleiht. Weitere große Anbauflächen liegen an der Grenze zur Appellation Pomerol. Die Böden dort sind kies- und tonhaltig. Dadurch werden diese Rebsäfte sehr vollmundig und duften intensiv. Insbesondere die Grand Crus aus dieser Region sind sehr gefragt.

Die zwei kommunalen Appellationen

Der Ort weist zwei Appellationen auf: Saint Emilion und Saint Émilion Grand Cru. Bevor die Weine sich als Grand Cru bezeichnen dürfen, müssen sie sich einer zweiten Qualitätsprüfung unterziehen. Diese ist deutlich anspruchsvoller als die erste Prüfung. Die Tendenz bei der Weinproduktion geht deutlich in Richtung Grand Cru. Selbst in einem problembehafteten Jahrgang wie dem vom 2002 sind 134.850 hl Rebsaft als Grand Cru und lediglich 52.750 hl als Saint Emilion erklärt worden. Der Jahrgang 1990 war deutlich besser, aber die Produktionsmenge der beiden Appellationen war damals deutlich ausgeglichener. Zu den bekanntesten Weingütern für die Spitzenweine gehören das Cheateau Cheval Blanc, Ausone, Figeac, Pvie, Franc Mayne und Bellevue.

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