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Rotwein – ein Schluck Lebenselixier

Veröffentlicht am Dienstag, 9. April 2013 // Rotwein

Weinliebhaber werden es kennen: Schon allein beim Duft eines guten Rotweines hat man heimische Weinberge vor Augen, denkt an Sonne und Urlaub in Südfrankreich, Spanien oder Italien und sanft im Wind wogende Reben. Der Genuss von Rotwein hat eine jahrhundertealte Tradition und ist in vielen – vor allem den südlichen – Ländern Bestandteil der täglichen Mahlzeiten. Und was wäre ein Urlaubstag in südlichen Gefilden ohne den Genuss eines edlen Rotweines? Doch auch in Deutschland gehört ein gutes Glas Rotwein für Weinfreunde zu vielen Gelegenheiten einfach dazu. Sei es ein romantisches Rendezvous zu zweit, ein Essen in geselliger Runde, eine Familien- oder Betriebsfeier oder ein anderer feierlicher Anlass – Wein bedeutet Sinnlichkeit und Lebensfreude, Wohlbefinden und puren Genuss!

Blaue Rebsorten lieben die Sonne

Rotwein entsteht aus dunklen Weintrauben, wobei nicht nur das Fruchtfleisch der Beeren, sondern auch die Beerenschalen für die dunkle Färbung des Weines sorgen. Die in den Schalen enthaltenen Farb- und Gerbstoffe sind für das Aussehen und den Geschmack des Weines verantwortlich. Je nach Rebsorte kann die Farbe eines Rotweines zwischen blassem Rot und dunklem Rotviolett variieren.
Da blaue Rebsorten ein warmes Klima bevorzugen, werden Rotweine vor allem in den südlichen Mittelmeerländern wie Spanien, Italien, Frankreich und Portugal als auch in Südafrika, Nord- und Südamerika und Australien angebaut. Rotweine, die aus solch warmen Anbaugebieten stammen, unterscheiden sich von Rotweinen aus kühleren Gebieten – wie Deutschland oder dem Norden Frankreichs – durch eine intensivere Farbe und ein kräftigeres Aroma. Rotweine weisen komplexe Aromen auf – so findet man in Rotweinen Aromen wie Balsamico, Vanille, schwarze Beeren wie Erdbeere, Himbeere, Brombeere oder Johannisbeere, Früchte wie Kirschen, Pflaumen oder Heidelbeeren, Holz- oder Gewürznoten oder Tabak, Kakao und Mokka.

Den passenden Rotwein zum kredenzten Menü

Vor allem, wenn Gäste kommen, sollten der ausgesuchte Wein und das Menü perfekt harmonieren. Nicht zu vergessen: Wein – pur getrunken – schmeckt völlig anders als in Kombination mit einem Essen, da sich die in den Wein und Speisen vorkommenden Aromen gegenseitig beeinflussen. Deshalb sollte man bei der Menü- und Weinauswahl möglichst auf regionale Verwandtschaft achten, denn Gerichte und Weine aus derselben Region harmonieren in der Regel perfekt. Auch verwandte Aromen in Speisen und Wein garantieren eine harmonische Verführung der Geschmacksknospen. Zudem gilt für eine gelungene Menüauswahl: Leichte Weine werden vor schweren serviert.

Unterschied Rotwein – Weißwein

Rotwein enthält weniger Säure und mehr Gerbstoff als Weißwein sowie eine höhere Konzentration an Farbstoffen und Polyphenolen aus Traubenkernen und –häuten. Dies liegt an der unterschiedlichen Herstellungsmethode: Während Weiß- und Roséweine kurz nach der Ernte gepresst werden, wodurch der Saft schon vor der Bildung von Alkohol von den Feststoffen getrennt wird, werden bei Rotwein die Traubenkerne, Traubenhäute und Saft als Maische vermischt und zusammen vergärt. Durch den dadurch entstehenden Alkohol werden viele wertvolle Inhaltsstoffe aus den festen Bestandteilen extrahiert. Die Dauer der Maischegärung – von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen – beeinflusst maßgeblich den Charakter des Rotweins.
Die unterschiedliche Herstellung von Weiß-, Rosé- und Rotwein sorgt für ein besseres Alterungspotenzial von Rotwein. Während der Lagerung ändern sich Geschmack, Farbe, Aroma und Intensität des Rotweines. Dank seiner hohen Konzentration an Gerbstoffen, Aromen und Phenolen eignet er sich vorzüglich für die Reifung in Holzfässern und entwickelt im Laufe einer jahre-, ja sogar jahrzehntelangen Lagerung in einem guten Weinkeller mit geeigneter Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein immer besseres Aroma. Aus diesem Grund wird ein Rotwein immer edler und feiner, je länger er reifen kann.

Längeres Leben durch Rotwein?

Rotwein ist nicht nur ein purer Gaumengenuss, sondern ihm wird durch seine darin enthaltenen wertvollen Inhaltsstoffe auch eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. So wurde festgestellt, dass Menschen in weintrinkenden Ländern seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Die in den Häuten der blauen Beeren enthaltenen Polyphenole wirken entzündungshemmend und vorbeugend gegen Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Stoffe sorgen für eine bessere Durchblutung des Herzmuskels und Sauerstoffversorgung des Gehirns, senken den Cholesterinspiegel und halten die Gefäße elastisch. Zudem wird das körpereigene Immunsystem gestärkt. Die aus Frankreich und Sardinien stammende Rebsorte Tannat enthält bei wochenlanger Gärung mit Traubenhäuten und –kernen die höchsten Polyphenol-Werte aller blauen Rebsorten.

Auch andere im Rotwein enthaltene Stoffe, natürliche Antioxidantien wie Anthocyane und Flavonoide, haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Sie schützen die Zellen des Körpers
vor freien Radikalen, verlangsamen die Zellalterung, sorgen für weniger Fettablagerungen in den Blutgefäßen und schützen damit vor Arterienverkalkung. Rotwein wird zudem eine positive Wirkung auf die Verdauung und Entschlackung des Körpers sowie eine Vorbeugung vor Osteoporose zugeschrieben.

Trotz dieser erwiesenermaßen positiven Aspekte auf die Gesundheit sollte man jedoch nicht vergessen, dass auch Rotwein zu den Alkoholika zählt, die bei übermäßigem Genuss zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Für eine positive Auswirkung auf die Gesundheit sollte Wein demnach zwar regelmäßig, jedoch nicht im Übermaß genossen werden.

Rotwein – nicht nur pur getrunken ein Genuss

Rotwein erlangt nicht nur Ehre als würdige Begleitung zu einem guten Essen, oft wird er auch zum Garen und Marinieren von Speisen verwendet. So erhalten marinierte Fleischgerichte aus Rind, Wild oder Lamm nicht nur ein hervorragendes Aroma, sondern man erhält auch ein unvergleichlich zartes und weiches Fleisch. Auch das Garen von Gerichten mit Rotwein – wie zum Beispiel bei dem französischen Nationalgericht Coq au vin – sorgt für eine vorzügliche Konsistenz des Fleisches und Aromenbildung. Saucen und Saucenfonds erhalten durch eingekochten Rotwein eine dunkle Farbe und ein kräftiges Aroma. Zum Kochen sollte man jedoch immer darauf achten, qualitativ hochwertige Rotweine zu verwenden.

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