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Bio-Tabak – Gewinn für Boden, Bauer und Verbraucher

Veröffentlicht am Sonntag, 24. April 2016 // Allgemein

Bio-Zigaretten, zusätzlich „fairtrade” gehandelt, sind sinnvoll und schmecken! Sie schützen nicht nur die Gesundheit des Endverbrauchers, den Raucher selbst, sondern entlasten auch jene Menschen samt ihren Familien, die im Tabakanbau in vorderster Reihe Aufzucht und Ernte betreiben. Durch die umweltfreundlicheren Anbau- und Behandlungsmethoden schützen Zigaretten aus Bio-Anbau außerdem die Umwelt. Das gleiche gilt natürlich auch für Zigarren aus biologischem Anbau.

Mehr Gesundheit

Pestizide und weltweit ca. 150 Chemikalien wie Dünger, Wachstumsregulatoren u.v.m., werden beim konventionellen Tabakanbau nahezu unbegrenzt eingesetzt. Da in vielen sehr armen Ländern Tabakanbau mit einem hohen Anteil Kinderarbeit einhergeht, erkranken diese ebenso wie die erwachsenen Beschäftigten häufig schwer. Gefürchtet sind krebserregende Stoffe und solche, die das Erbgut schädigen. Auch das Nikotin der Tabakblätter löst durch direkten Hautkontakt Vergiftungen aus. Die Statistiken über an Lungen- und anderen Krebsarten erkrankten Rauchern sprechen eine klare Sprache über die Giftigkeit des Rauchens, die durch weniger künstlich zugefügte Schadstoffe aber nicht gänzlich verringert wird. Insgesamt aber reduziert ökologischer Tabakanbau den Einsatz giftiger Stoffe und schafft damit gesündere Voraussetzungen für Anbauer und Raucher.

Weniger Umweltvernichtung

Konventioneller Tabakanbau impliziert Monokulturen, für die z. B. in Afrika und Lateinamerika großflächig Abholzungen vorgenommen werden. Nach einigen Jahren Tabakanbau sind die Böden ausgelaugt und vergiftet. Neue Tabakanpflanzungen sind nötig, um Effizienz zu gewährleisten. Rücksichtslos werden dafür Nahrungsanbaugebiete und Wälder zugunsten neuer Tabakfelder zerstört.

Aufgrund der Armut in den Produktionsländern werden zur Trocknung der Tabakblätter weitere natürliche Ressourcen zerstört. Der Tabak wird über Holzfeuern aus tropischen Bäumen getrocknet. Die Organisation „Fairtrade Deutschland“ hat errechnet, dass ca. 160 kg Holz zur Trocknung eines(!) Kilos Tabak benötigt werden. Und sie resümiert konsequent, dass ein deutscher Raucher durchschnittlich pro Vierteljahr einen Tropenbaum vernichtet.

Ökologischer Tabakanbau Deutschland

Seit den späten 1980er Jahren entwickelte die US-amerikanische Firma „Santa Fe Natural Tobacco Company“ Konzepte zum Bio-Tabakanbau. Weltweiter Vorreiter dieser Bemühungen war dabei ihr „Organic Growers Program“ sowie das „Purity Residue Clean Programm” (PRC). Lt. letzterem sind nur umweltfreundliche Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel erlaubt, die bis zur Ernte komplett wieder abgebaut sind. So gibt es keine Rückstände im getrockneten Tabak. Der so angebaute Tabak erzielte eine höhere Rendite als konventionell erzeugter. Diese Entwicklung war gleichzeitig verbunden mit einer Rückbesinnung auf ursprüngliche Landwirtschaft, die auf biologische Lösungen naturgetreu baut.

Seit 2011 kooperiert die Fa. Santa Fe erstmalig in Deutschland mit „Südwest-Tabak“. Dieses Pilotprojekt verbindet nach Aussagen der Beteiligten 400 Jahre alte tabakindustrielle Kenntnisse deutscher Tabakanbauer mit denen im nachhaltigen Anbau der Fa. Santa Fe entwickelten Methoden. 2014 begannen erstmalig 20 deutsche Anbauer auf etwa 200 Hektar Fläche Bio-Tabak anzubauen.

Aber wie schmecken Bio-Zigaretten…?

Die klassische Bio-Zigarette schmeckt sortenspezifisch nach den angewandten Tabakblättern, die von etwas süßlichen bis zu schokoladeartigen Wahrnehmungsaromen tendieren. Diese Tabake zeichnen sich durch Vollmundigkeit und einen ausgeprägten Tabakgeschmack aus. Je nach individueller Präferenz ein unvergessliches Raucherlebnis!

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